Schreibmaschinenmuseum in Bibern SH

wir hegen und pflegen Schreibmaschinen als technisches Kulturgut

Öffnungszeiten:

Ausser Juli und August
jeden ersten Samstag im Monat
am Nachmittag von 14.00 - 17.00
Für Gruppen oder Schulklassen, nach Terminabsprache per Mail oder telefonischer Anmeldung.

Die Mitarbeiter unseres Museum arbeiten ehrenamtlich.

 

Unser Museum darf die Räume im alten Schulhaus der Gemeinde Bibern nutzen. Es hat bereits 7 Treppenstufen bis zur Eingangstür. Die Ausstellungsräume befinden sich

im 1. Obergeschoss und sind nur über eine Treppe erreichbar. Das Gebäude hat keinen Lift, unser Museum muss daher als nicht behindertengerecht eingestuft werden!


Wir sind im alten Schulhaus an der Dorfstrasse 22

8242 Bibern

Eintrittspreise
Erwachsene und Senioren    Fr./€ 8.-

Kinder/Jugendliche bis 18J Fr./€ 5.-

Familien                   Fr./€ 18.-

Gruppen ab 10 Personen     Fr./€ 70.-
weitere Gruppenbesucher   
Fr./€ 7.-/Person

Schulklassen               Fr./€ 50.-

Download
Prospekt 2019
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Die Seite wird laufend aktualisiert.  14.6.2019

Die Gemeinde Bibern im Kanton Schaffhausen, liegt nahe der nördlichsten Stelle der Schweiz.
Unser Museum ist dem Reiat Tourismus Schaffhauserland angegliedert.

Mit den heutigen Sammelbeständen sind über 700 Schreibmaschinen zusammen gekommen, die nun im Museum im alten Schulhaus der Gemeinde Bibern grossteils zu sehen sind. Mehrfachstücke und unrestaurierte Maschinen sind gelagert oder in Arbeit. So können wir mit ca. 440 Objekten von den Anfängen der Schreibmaschinen-Herstellung, verschiedenste Produkte präsentieren. Von einfachen Schreibmaschinen bis zu den letzten elektronischen Typenradschreibmaschinen und zum elektronischen Textverarbeitungssystem.
Schwarze "Goldrändli-Schreibmaschinen" sowie Maschinen mit tristen Bürofarben, bis zu frech farbigen Maschinen mit designten Formen, oder kreativen Sonderkonstruktionen wie integrierte Typenbürste oder Radio im Koffer. Rein handbetriebene Maschinen, oder solche mit Elektroantrieb. Auch sogenannte (Noisless), damit sind geräuscharme Schreib-maschinen gemeint, die in den früheren grossen Schreibsälen weniger Klapperlärm erzeugten.

Braillschrift-Maschinen für Blinde und Maschinen mit japanischen oder chinesischen Schriftzeichen. Aus der Zeit vor dem Computerzeitalter, haben wir Schreibmaschinen mit Erweiterungen für die Kontobuchhaltung auf Halbkarton- Kontokarten, umgangssprachlich als Ruf Buchhaltung bezeichnet (oder "EDV zu Fuss").

Oft kennt man Markennamen von Schreibmaschinen Hersteller auch von anderen mechanischen Maschinen, wie Nähmaschinen, Waffen, Velo, Töff, oder auch Autos. Nach dem Krieg, in den frühen 1920er Jahren, stellten einige Hersteller wie Sauer&Sohn, DWM - DWF, Opel, Triumph, Adler, Olympia, Bing, Wanderer Werke, ihre Produktionsanlagen auf Schreibmaschinen um, die durften hergestellt, exportiert und verkauft werden.


Unter Glas haben wir nur die eine chinesische Maschine, unsere Besucher dürfen sonst auch anfassen, schreiben und probieren.



Hier ein paar Musterbeschreibungen

Die berühmte Hermes Baby, die  Schweizer Reisemaschine. Sie war oft im privaten Haushalt die Beginnermaschine. Wahrscheinlich wurde manche Bewerbung und Kündigung damit geschrieben.
ab 1934 - 1954


Picht Index.
Eine Klartext-Schreibmaschine für blinde Schreiber, mit Braill-Blindentastatur. Diese Maschine schreibt mit einem Schreibzylinder.
ab 1907

Die Blickensderfer 5, klingt nach deutschem Qualitätsprodukt, kommt aber aus den USA und ist von 1897. Alter ~120 Jahre. Sie hat kein Farbband, die Farbe wird mit einer Filzrolle vor dem Papierkontakt auf das Schriftzeichen aufgetragen. Siehe Bild unten. Dieses hübsche Gerät ist als früher Vorläufer der Kugelkopfmaschinen anzusehen. Sie arbeitet mit einem wechselbaren Schreibzylinder mit 3 Zeichenreihen-Ebenen.

Die Umschaltung (Shift) geschieht mit den zwei Tasten. Gross und Zeichen, ganz links. Kleinbuchstaben, Umlaute + Satzzeichen.

Das E-Mail@ Zeichen war vor dem Internet schon da?

Warum gibt es auch auf sehr alten Schreibmaschinen ein @ Zeichen?            Quelle Wikipedia

 

Das Ad-Zeichen oder kurz Ad (lateinisch ad „bei“), ist das Schriftzeichen @. Umgangssprachlich bezeichnet als Affenschwanz, Affenohr, Affenschaukel, Klammeraffe.
Seit den 1880er Jahren ist das @ auf englischen Schreibmaschinen nachgewiesen.

Verschiedene Erklärungen.                (Aufzählung nicht vollständig)
Ein kaufmännisches Zeichen, das damals commercial a genannt wurde.
Aus Preisangaben wie 5 apples @ 10 p  Bedeutung: „5 Äpfel zu 10 Pence“.
Flüssiges namens arroba, etwa zehn Kilogramm (25 Libras) oder 15 Liter. Das Wort ist arabisch,

الربع  / ar-rubʿ bedeutet „das Viertel“.
Die Einheit arroba(s) wurde mit dem Zeichen @ dargestellt.
Der Name arroba für das @ hat sich seither in Spanien, Frankreich, Portugal und Brasilien erhalten.
In den Akten des Reichskammergerichts aus dem 18. Jahrhundert
wurde das @ mit der Bedeutung contra („gegen“) benutzt: beispielsweise Maier @ Müller.