Hinweis, auf die Sonderausstellung im Sternen Thayngen


Wir haben eine Olivetti Tekne 3 gefunden.
Produktionsjahr ab 1964

Wir konnten übers Internet eine Tekne 3 bekommen und die hat nun einen Standplatz im Museum bekommen.
Diese Maschinen waren die ersten elektrischen Maschinen von Olivetti, die mit einer
schwingenden Fahne als Typenhebelantrieb ausgerüstet wurden. Diese Antriebsfahne wird über den Motorantrieb auf Federspannung gebracht, die Federkraft beschleunigt dann sanft den Typenhebel zur Walze. Danach wurden bei Olivetti, alle folgenden elektrischen Typenhebelmaschinen mit diesem System gebaut.
Der Vorteil, immer gleiche Kraft im Anschlag, leise, kein zusammenhauen der Typenhebel möglich. Keine Alterung und Abnutzung von Gummi-Beschichtungen im Antrieb.
So kam Olivetti der wartungsarmen Maschine einen Schritt näher. Oft wurden auch gesinterte, selbstschmierende Achslager verbaut worden.
Was machte Olivetti noch besonders? Raffinierte Mechanik und einfach ein anderes Design. Die Olivetti-Maschinen bekamen immer wieder neue Formen, Inseltastaturen, kantige Elementgehäuse und freche Farben. Zwei Schrauben lösen und es können die Seitenteile und die Rückwand abgeklappt werden, sowie die Front abgehoben und weg gelegt werden. Die Olivetti-Maschinen waren schon optisch einfach anders und moderner. Und sie gefielen sofort, oder sie wurden MIT "ÄÄÄhhh" abgelehnt. dann musste man die Kundin von der besseren Technik überzeugen.

 


 

 

Eine Ideal A von 1905 auf dem Weg in's Museum

 

Oktober 2018. Dieses Fundstück aus dem Nachlass von Kurt "Ölscheich" ist nun in Restauration. Die Ideal, ist eine über 110-jährige Büro-Schreibmaschine, noch vor der Erfindung des Wagnergetriebes (Typenhebel-Segment). Mit Metallring-Glas-Tastenknöpfen, eigenartigem Hebel für den Wagenrücklauf und linkem Randsteller vor dem Wagen, ausgiebigem Goldrändli Design und hölziger-Leertaste und.
hier drücken, da gibt es mehr Bilder dazu

 

 

Eine Underwood Modell 3 mit 14 Zoll Wagen

Eine kleine Anekdote eines Museumspflegers.

 

Seit dem letzten Bericht über das Schreibmaschinenmuseum, in den Schaffhauser Nachrichten werden uns wieder vermehrt Schätzchen für's Museum angeboten. Haus- oder Wohnungs-räumungen sind nicht selten auch ein Grund für eine plötzliche Erinnerung ans Schreibmaschinen-Museum. Oft bringen Museumsbesucher ihr früheres Bürowerkzeug gleich mit ins Museum, oder es gibt das Angebot der Nachlieferung. So machte ich letzte Woche wieder eine kleine Abhol-Exkursion.

 

 

 

Anfang Oktober bekam ich einen Anruf,  ich könnte für's Museum eine alte Schreibmaschine abholen. Sie stamme aus der Amtsstube eines Polizeipostens und er habe sie zum Eigentum bekommen, als es auf dem Posten eine neue Schreibmaschine gab. Nun sei sie seit ca. 60 Jahren im Estrich verbracht, aber er komme da heute nicht mehr selber rauf.

 

Ich fuhr also zu einem schönen 50er-Haus an einem Rhein-Südhang, um das Museumstück abzuholen. Ich bin ja noch einigermassen beweglich, rechnete aber nicht mit einer "Bergrettung".

 

Für den Aufstieg zum Estrich wurde eine lose Bockleiter präsentiert. Als die Estrichklappe offen war, sah man grad an die Dachbalken und es gab da einen Schalter für's Licht. Über der Luke waren etwa 40cm Höhe. Richtung First war es ansteigend, man kann also bäuchlings zur Mitte krabbeln.

 

Die angestrebte Beute wurde schräg unter der Lampe erkennbar, wie sich herausstellte stand da eine Underwood Mod. 3  mit 14Zoll Wagen. Also kein leichtes Gerät. Ich schob sie Richtung Luke, dann war über die weitere Transportart zu entscheiden. Mann mit Maschine, das geht nicht, also Mann nach Maschine. Als Hilfsmittel diente dann ein beigebrachtes weisses 6m Verlängerungskabel. Angebunden, bei Underwood geht das am Wagen gut, habe ich sie dann, in den Gang herunter lassen können. Nachher musste ich rückwärts wieder zum Firstbereich kriechen, um mich zu wenden und mit den Beinen voran Richtung Luke zu rutschen und mit den Füssen die Bockleiter für den Abstieg zu finden. Das war vielleicht eine Kriecherei.

 

Unten angekommen versuchte ich eine erste Funktionskontrolle zu machen. Aber offenbar hatte dieses Maschinchen vor den 60 Jahren Estrich einen oder mehrere Regengüsse erdulden müssen, jedenfalls konnte ich keine der Tasten zum Aufschlag in die Typenführung bewegen, alle Typenhebel sind im Segment fest gerostet. Jedenfalls sind hier die üblichen Bewegungen eine Type vor die Walze zu bringen erfolglos. So liegt bei vielen Spendenmaschinen die Entscheidung oft irgendwo zwischen den drei folgenden Möglichkeiten.

 

  1. Es ist ein seltenes Obekt und noch nicht in der Ausstellung vorhanden, oder es ist in besserem Zustand als das vorhandene Ausstellungsstück. Es kann als fertig gesäubertes "Ausstellungstück" in der Ausstellung präsentiert werden.
  2. Das Obekt ist selten, bedarf aber noch einer fachkundigen Aufbereitung für die Ausstellung.
  3. Ein gleichwertiges Objekt in gutem Zustand ist bereits in der Ausstellung. Es wird ins Lager verbracht, oder als "Teilespender" eingestuft und bekommt im ETL2 einen Standplatz.

 

                   Werner Alder                                                    16.10.2018


Die Bennett

Das bewundernswerte Kleinod in unserer Ausstellung.

Was wir heute als Notepad kennen, das war wohl ab 1907 die Bennett, jedoch kaum in dieser Stückzahl.
Die kleinste und leichteste "Kugelkopf"-Schreibmaschine der Welt.
Eine Tragbare Schreibmaschine mit Typenzylinder, bis Blattbreite 23cm. Und das alles ohne Strom und ohne Batterie. Weniger als 2.5kg .
Aus der Sammlung Raffael Störchli. Über 110 Jahre und kein bisschen müde.                                       13.8.2018

Eine genauere Beschreibung finden Sie hier http://www.stb-betzwieser.de/aktuelles/ausstellung/kategorien-1/junior.php